Ju Jutsu & Filipino Martial Arts

Über Uns

Ju Jutsu - Was ist das?

Um zu verstehen, was unser Ju Jutsu ausmacht, muss man ein wenig in der Historie zurückblicken.

Der Begriff Ju Jutsu kommt aus dem Japanischen und steht für "sanfte Kunst" der Selbstverteidigung. Ju steht für "sanft" und mit Jutsu wird eine Kunst in ihrer Ausübung benannt. Nun ist es recht schwierig japanische Begriffe in eine andere Schreibweise zu übertragen. Jeder wird die chinesischen und japanischen Schriftzeichen kennen. Somit kann sich eine Übersetzung nur als "Lautübersetzung" ergeben. Die ersten, die solche Begriffe übersetzt haben, waren die Amerikaner und Engländer. Aus diesem Grunde gibt es für die japanische Bezeichnung "Dschu Dschuz" viele Schreibweisen.

 

Ju Jitsu, Jiu Jitsu, Ju Jutsu - was ist den nun richtig?

Alles Schreibweisen sind richtig. Es kommt nur immer darauf an in welchem Zusammenhang man ihn benutzt.

Anfang des 20. Jahrhunderts sind viele Japaner nach Deutschland gekommen, um hier zu lernen. Einige von ihnen waren auch in einer jahrhundertealten Kunst der Selbstverteidigung der Samurai, den japanischen Rittern, ausgebildet. Dieses Wissen gaben sie an einige wenige deutsche Schüler weiter. Es prägte sich der Begriff des Jiu Jitsu in Deutschland.

Nach dem 2. Weltkrieg waren lange Zeit alle Sportvereine und ganz besonders die kämpferischen Sportarten verboten. Als eine der ersten Kampfkünste wurde das Judo wieder zugelassen. Viele Kampfkünstler, die ihr Training wieder aufnahmen, schlossen sich aus diesem Grunde den Judo-Abteilungen an. Es entstand der Deutsche Judo Bund (DJB). Nach und nach gab es verschiedene Sektionen - Judo, Aikido, Karate. Die anderen Sportarten lösten sich nach und nach vom DJB und gründeten eigene Sportverbände.

Da sich die Kampfkünste sehr gut zur Selbstverteidigung eignen, waren auch viele Polizisten in diesen Kampflkünsten organisiert. 1969 kam nun der Gedanke auf, die effektivsten Techniken in einer neuen Kampfkunst zusammen zu fassen. Das moderne Ju Jutsu war geboren. In der Tradition des Jiu Jitsu wurde ein Prüfungsprogramm zusammengestellt, das die Basistechniken der anderen asiatischen Kampfkünste vereinte.

Dieses Programm wird seitdem kontinuierlich ausgebaut und auf seine Praxistauglichkeit hin ergänzt. Moderne Einflüsse und Erkenntnisse finden somit Eingang in den "modernen Zehnkampf der Kampfkünste".

Auch das Ju Jutsu hat sich dann vom DJB gelöst und ist heute Im Deutschen Ju Jutsu Verband (DJJV) organisiert. Der DJJV ist einer der erfolgreichsten Nicht-olympischen Sportverbände. Mit seiner professionellen Struktur in den Bereichen Breiten-, Kinder und Jugendsport, sportlichem Wettkampf und Trainerausbildung ist die Basis für fast 50.000 Mitglieder, mehrfache World-Games-Sieger, Welt- und Europameister gegeben.

 

Unser Training

 

Im Ju Jutsu gibt es ein einheitliches Prüfungsprogramm. Man durchläuft verschiedene Schüler- (Kyu) und dann Meistergrade (Dan), die man durch eine Prüfung erwerben kann. Unser Training ist folgendermaßen aufgebaut.

 

 

  1. Technikerwerbstraining, Gymnastik und Spielen zur Entwicklung körperlicher Fähigkeuten laufen in allen Stufen parallel
  2. Technikanwendungstraining in Kombinationen mit dem Partner
  3. freie Anwendungsformen (freie Selbstverteidigung)

Auf diesem Niveau sind die Prüfungen eingeordnet

 

Wer mehr machen möchte, der trainiert noch in den folgenden Stufen:

  1. Anwendungsformen des sportlichen Wettkampfes mit adäquater Schutzausrüstung
  2. sportlicher Wettkampf
  3. Sparringsformen mit Schutzausrüstung im Hinblick auf die Selbstverteidigung

 

 

Das jeweilige Niveau, dem man sich widmen möchte, bestimmt jeder Sportler selbst. Wir Trainer und Übungsleiter geben dabei Hilfestellung sich persönlich zu entwickeln. Unser Training entwickelt neben dem technischen Vermögen auch Persönlichkeitswerte und Disziplin. Man muss sorgsam mit seinem Trainingspartner umgehen, man braucht ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen und viele Elemente mehr. Den Kindern vermitteln wir die 12 Goldenen Werte des Ju jutsu. Neugierig geworden - einfach vorbeikommen und anschauen. 

 

 

Ju Jutsu und Filipino Martial Arts (FMA) - passt das zusammen?

War der Fokus lange Jahre auf eine "waffenlose" Selbstverteidigung gerichtet, so haben wir schon früh erkannt, dass auch eine "Waffentraining" sinnvolle Ergänzungen bringt.

 

Auf den Phillipinen wird bis heute eine Kultur der Kampfkünste gelebt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Klingen- und Stangenwaffen. Es wird der Umgang und die Verteidigungskonzepte dagegen gelehrt.

 

Um unser Selbstverteidungungstraining zu kompletieren, wird bei uns in der Abteilung auch viel aus dem Bereich der FMA trainiert. Wir lernen den Umgang mit den Trainingsgeräten und entsprechende Selbstverteidigungskonzepte gegen solch geartetet Angriffe. Viele der Trainingsgeräte werden auch doppelt geführt - somit haben wir einen extrem hohen Anteil an koordinativen Übungen der "schwächeren" Seite.

 

Der Kern unseres Trainings in den FMA bildet das Programm der Filipino Fighting Arts Assosiaction. Die Trainer lassen aber ebenso all ihre Erfahrung aus anderen Systemen - FCS, Sayoc, etc. - ins Training einfliessen. So wie man in unserem Ju Jutsu neben den Techniken des Prüfungsprogrammes viele Elemente weitere Kampfkünste findet.