Triathleten- das sind die ganz Harten.

Kein Wasser ist schmutzig genug, um einen Triathleten davon abzuhalten hinein zu hüpfen.

Keine Rad/Laufstrecke kann steil genug sein, um einen Triathleten zum Aufgeben zu bringen.

Es braucht also etwas Außergewöhnliches , um ihn zumindest zum Nachdenken zu bringen, ob er den Wettbewerb finished oder nicht.  Somit war der Gedanke geboren, bei  Runterra 2017 in Zirndorf zu starten. Ein Hindernislauf mit 50 Hindernissen pro  Runde. Eine Rund ist 8km lang und die verschiedensten Hindernisse sind unregelmäßig verteilt.  Schon der Start ist ungewöhnlich. Eine 2,50m hohe glatte Bretterwand. Die Zeitmessung beginnt erst nach der Bretterwand. Also los ! Vom  „Schaumbad“ geht es über steile Sandhügel, rauf und runter, durch dunkle Röhren(auf allen Vieren), über Holzwände und Strohballen, unter Gitterwänden und Planen (wieder auf allen Vieren) Richtung Ziel. Immer wieder unterbrochen durch Reifenziehen, Strickleitern, Schlammbad, Balken zum Balancieren, Balken zum entlang hangeln, zwischen und über Felsbrocken springen, Traktorreifen auf die andere Seite wenden (und zurück) , etc.  Bei vielen Hindernissen ist Teamarbeit von Vorteil, bei einigen Hindernissen geht es nicht ohne. Bei  nicht wenigen Teilnehmern schwinden die Kräfte zusehends und die Laufstrecken zwischen den Hindernissen werden als „Wandertag“ genutzt. Nicht so bei uns im Team!  Wir sind jetzt im „Racemodus“ als es durch Röhren in die dreckige Bibert geht. Zu den Kajaks hinschwimmen, unten durchtauchen und den Teammitgliedern helfen, kurzer Landgang und wieder rein in die Bibert und das Ganze noch einmal….geil !....jetzt läuft es richtig gut und nach dieser „Erfrischung“ freuen wir uns schon auf die nächsten Hindernisse. Kurz vor dem Ziel holen wir uns beim Biathlonschießen mit Lasergewehren noch einmal  eine kräftige Ladung Strafrunden ab. Also die Sandsäcke mit 10kg auf die Schultern und die Runden ablaufen. (Auch hier war Teamarbeit erlaubt). Noch einmal im Kriechgang unter dem vorletzten Hindernis durch Richtung Ziel…..Jetzt nur noch die Stufen des Phönix hinauf und wir standen zusammen auf der Plattform hoch über den Zuschauern. Wir jubelten, umarmten uns und feierten richtig ab. Was für ein Glücksgefühl! Wir wurden vom N1-Moderator sogleich als „PANZERKNACKER“ erkannt und  im Ziel herzlich begrüßt. Wir hüpften die Stufen hinab und bekamen auf der N1-Bühne unsere Finisher-Medaillen umgehängt.

Von unserem Verein waren am Start:

Jürgen Brodka,Sabine Wohlgut und der Schreiber dieser Zeilen. Unterstützt wurden wir von 3 befreundeten sportlichen Blondinen…..

Wir sind als Team in und durch dieses Event  gegangen, um das Vorurteil zu widerlegen, dass Triathleten nicht teamfähig und nur auf sich selbst fixiert sind. Wie sagte CPT.Brody: „Das Geilste war, dass wir das zusammen gemacht haben“!

Ach ja, das Einzige was einen Triathleten schrecken kann, ist wohl doch nur die Angst einen Tag ohne Training erleben zu müssen.

Mit einem Augenzwinkern