3:0! Wer hätte das nach den ersten 15 Minuten gedacht?

Immer noch Tabellenführer, wenn es um die Heimspieltage geht. Wie durch ein Wunder konnten die Fürtherinnen letzten Sonntag nach einem immensen Rückstand noch den ersten Satz für sich gewinnen. 

Um 16:00 Uhr startete die Misere in der Julius-Hirsch-Halle. Die Fürtherinnen hatten die zweite Mannschaft des SV Lohhof zu Gast. In der Tabelle stehen die Lohhoferinnen direkt einen Platz unter dem TV Fürth 1860. So sollte man annehmen, dass vor allem nach der letzten Niederlage und dem darauffolgenden spielfreien Wochenende nun alle Kraftreserven aufgetankt wurden. Doch es kam anders: Die Aufschläge, die Annahme und vor allem die Abwehr klappten nicht. Bei den Lohhoferinnen dagegen umso besser. Sie spielten solide und machten mit ihren scharfen Aufschlägen und den starken Angriffen ständig Druck, so dass die Gastgeberinnen nichts dagegen auszurichten wussten. Bald schon stand es 9:20 für die Gäste und der Satz schien verloren. Trainer Matthias Lompa, der an diesem Tag ausnahmsweise aus einem großen Kader schöpfen konnte, versuchte den Satz durch Spielerwechsel zu drehen. Punkt für Punkt (12:20) tastete sich die Heimmannschaft nun vor. Die einzelnen Aktionen wurden konzentrierter. Die Abwehr stand sicherer und auch mit den Aufschlägen konnte allmählich Druck gemacht werden. Der Rückstand wurde kleiner und bald sah es nicht mehr so schwarz auf der Punktetafel aus (17:21). Besonders durch die Aufschlagserien von Annika Knebel und Alina Hösch nahm der Satz eine unerwartete Wendung. Zum Schluss konnte Fürth tatsächlich den Satz für sich entscheiden. Alle Spielerinnen und vermutlich auch die Fans des TV Fürth 1860 waren nach dem unerwarteten Satzgewinn mit 25:23 erleichtert, begeistert und erstaunt.

 

Vielleicht wurde ein Schalter umgelegt oder wie man sagt „es hat klick gemacht“. Warum oder wieso bleibt ungeklärt – wichtig ist, dass die Mädels sich an ihre Leistung herankämpften. In Satz 2 und Satz 3 konnten die Fürtherinnen glücklicherweise an das Ende von Satz 1 anknüpfen. Mit lautstarker Unterstützung der zahlreichen Fans und der gesamten Mannschaft war es nun ein Spiel auf Augenhöhe. Die druckvollen Aufschläge der Gäste brachte die Annahme immer wieder ins Wackeln. Allerdings konnten die Fürtherinnen nun auch mehrere Blockaktionen auf ihrer Seite verbuchen.  Lompa konnte immer wieder den Kader nutzen und wechselte auf allen Positionen, so dass das Spiel eine komplette Mannschaftsleistung war. Aufschlagserien, die das Spiel weiterhin spannend hielten, gab es auf beiden Seiten. Knapp (25:23, 25:20) gewannen die Fürtherinnen die beiden folgenden Sätze und somit das Spiel.

 

So steht der TV Fürth 1860 auf Platz 3 in der Tabelle und gewinnt ein weiteres Mal zu Hause. Nächstes Wochenende geht es gegen Dresden. Die Mannschaft steht zur Zeit auf Tabellenplatz 6. Hoffentlich knüpft das Team an die Leistung vom Spielende an, um auch auswärts den ersten Sieg einzufahren.

 

Für Fürth spielten: Etzel, Carolin; Doranth, Juliane; Dölle, Susanne; Dummer, Maria; Dutz, Michaela; Flessa, Juliane; Holstein, Katja; Hösch, Alina; Knebel, Annika; Iltner, Anastasia; Stadler, Sabine; Willius, Lea