Tiebreak-Phobie bei Auswärtsspielen

Letztes Wochenende trafen die Damen des TV Fürth 1860 auf den Dresdner SSV. Auch gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga reichte es nur zu einem knappen 2:3. Somit ist dies nun schon das vierte Mal, dass sich die Mädels auswärts im Tiebreak geschlagen geben müssen. 

Schon am Samstag traten die Damen die weiteste Fahrt dieser Saison an. Der Tag wurde genutzt, um sich die schönen Dresdner Weihnachtsmärkte anzuschauen, wobei der ein oder andere Glühwein natürlich auch nicht fehlen durfte.

 

Am Sonntag mussten sich die Damen in der Halle etwas gedulden, da das Vorspiel der Dresdner Herren länger dauerte als erwartet. Doch trotz des verspäteten Spielbeginns haben die Mädels gut ins Spiel gefunden.  Der Anfang des Satzes war noch recht ausgeglichen, doch dank druckvoller Aufschläge von Juliane Flessa, konnten die Mädels mit 16:9 in Führung gehen. Bis zum Ende spielten die Damen sehr konzentriert und machten so gut wie keine Fehler. Der erste Satz ging mit 25:16 an den TV Fürth.

 

Im zweiten Satz schienen die Damen des Dresdner SSV ins Spiel gefunden zu haben. Keine der Mannschaften konnte sich wirklich absetzen. Beide Mannschaften setzten den Gegner mit guten Aufschlägen und variablen Angriffen unter Druck. Am Ende konnten jedoch die Dresdnerinnen den zweiten Satz mit 25:23 für sich entscheiden.

 

Nach einem ausgeglichenen Start in den dritten Satz konnten sich die Gastgeber eine Führung erspielen.  Die bis dahin stabile Annahme der Damen aus Fürth fing an zu wackeln und auch die Angriffe blieben immer häufiger im gegnerischen Block hängen. Der dritte Satz ging mit 15:25 verloren.

 

Im vierten Satz halfen druckvolle Angriffe von Jule Doranth dabei, sich einen Vorsprung aufzubauen und diesen auch bis zum Ende beizubehalten. Auch ein, erst mitten im Satz bemerkter, Aufstellungsfehler konnte die Mädels nicht mehr aus der Ruhe bringen. Der Satz ging mit 25:20 an den TV Fürth.

 

Im fünften Satz gingen die Gastgeber schnell in Führung. Den Damen aus Fürth fehlte es an Variabilität. Auch in diesem Satz gab es Aufstellungsprobleme, was schließlich auch noch zu einer gelben Karte wegen Spielverzögerung führte. Danach war jeglicher Spielfluss verloren und der fünfte Satz ging mit 15:8 an den Dresdner SSV.

 

Der Tag war jedoch noch nicht vorbei für die Damen aus Fürth, denn auch die Rückfahrt gestaltete sich ereignisreich. Nachdem man fast zwei Stunden in einer Vollsperrung auf der Autobahn feststeckte, fiel am Mannschaftsbus auch noch ein platter Reifen auf. Daraufhin quetschen sich neun Leute in das Führerhäuschen des Abschleppwagens, um in der Werkstatt den Reifen zu wechseln. Die restliche Heimfahrt verlief dann aber zum Glück reibungslos. So wurde aus einer drei Stunden Fahrt eine sieben Stunden Fahrt.

 

Für den TV Fürth 1860 spielten: Anastasia Iltner, Lea Willius, Carolin Etzel, Annika Knebel, Jule Flessa, Susanne Dölle, Katja Holstein, Alina Hösch, Jule Doranth