Ein Satz mit x, das war wohl nix

Am Sonntag fuhren die Fürther Damen ins sonnige Allgäu. Gegner war der SV Mauerstetten, Platz

fünf in der Tabelle der dritten Liga Ost, ungeschlagen zu Hause und bekannt als eine starke und

unangenehme Abwehr Mannschaft.

Angereist ist der TV Fürth 1860 erneut mit einem sehr komprimierten Kader. Die zwei Jugendspielerinnen Lilli Mürau und Lena Hofmann halfen den Damen 1 aus, um zum einen die Mitte Position füllen zu können und zum anderen die ein oder andere Wechseloption offen halten zu können. Nichts desto trotz versuchten sich alle gut auf das Spiel vorzubereiten. Es war klar, dass jede Einzelne heute noch ein kleines bisschen mehr geben musste, um sich gegenseitig unterstützen zu können und um die Abwesenheit der fehlenden Spielerinnen zu kompensieren. Nach der guten Teamarbeit, die die Fürtherinnen letzte Woche gegen den DJK gezeigt haben, waren alle zuversichtlich dies auch in und gegen Mauerstetten weiterzuführen. Ziel des Spiels war es, mutig und aggressiv zu bleiben und somit die Abwehrmauer von Mauerstetten zu durchbrechen. Das gelang den Fürther Damen jedoch nicht wie geplant. Die Fürtherinnen haben nicht in das Spiel gefunden.

 

Angefangen bei einer unstabilen Annahme ging es mit Eigenfehlern im Angriff und einer schwachen Abwehr weiter und hörte mit Einwürfen hinten am Aufschlag, wenn nicht sogar ein Aufschlagfehler, auf. Gegen Ende des ersten Satzes (6:18) versuchte Trainer Lompa mit einem Wechsel auf der Außenposition den Satz zumindest noch ein bisschen zu retten. Michaela Dutz kam für Alina Hösch rein. Leider konnte dieser Wechsel auch nicht mehr viel ausrichten und die Fürtherinnen gaben den ersten Satz mit 8:25 an den SV Mauerstetten ab.

 

Dieser Wechsel wurde im zweiten Satz weitergeführt. Langsam aber sicher kämpfte sich Fürth ran, dennoch konnte die eigentliche Leistung noch nicht abgerufen werden. Die Annahme war nach wie vor unstabil und auch vorne im Angriff konnten kaum direkte Punkte erzielt werden. Die Jugendspielerinnen gaben ihr Bestes, jedoch war es schwierig auf der Mittelposition den Block zu schließen, was die Mauerstettener mit schnellen Pässen ausnutzen und somit jede Lücke erhaschten um einen direkten Punkt zu erzielen.

 

Der zweite Satz endete jedoch immerhin nicht ganz so deutlich mit einem 17:25 für Mauerstetten. Im Dritten Satz beschloss Trainer Lompa, alles umzustellen, nach dem Motto "Mehr können wir nicht mehr verlieren". Der Kapitän Katja Holstein wurde notgedrungen auf die Mittelposition gestellt. Dutz und Hösch übernahmen die Außenpositionen, der Rest blieb wie gehabt. Der TV Fürth versuchte den Anschluss nicht gleich am Anfang zu verlieren. Mauerstetten machte den Fürther Damen jedoch erneut von Anfang an Druck. Leider gab es beim Stand von 5:11 eine Verletzte bei Mauerstetten, was zu einer kurzen Spielunterbrechung und einem Wechsel auf der Außenposition seitens Mauerstetten führte. Diesen Wechsel nutzten die Fürther Damen und kamen im dritten Satz endlich ins Spiel. Eine Aufschlagsserie von Doranth und ein paar gute Angriffe vorne am Netz, führte den TV Fürth zum Ausgleich, den sie letztendlich zu einem Satzssieg (25:23) ausbauen konnten.

 

Die Damen waren zuversichtlich das Spiel noch drehen zu können. Der vierte Satz begann ausgeglichen. Jedoch zog Mauerstetten nach ein paar Punkten erneut davon und die Fürther Damen schafften es nicht, den Anschluss zu halten. Wieder gab es Schwierigkeiten in der Annahme und auch vorne am Netz konnten nur noch vereinzelt Punkte erzielt werden. Am Ende wurde das Spiel von den Mauerstetterinnen mit einem Punktestand von 11:25 deutlich entschieden.

 

So hatte sich der TV Fürth das nicht vorgestellt. Mauerstetten bleibt weiterhin zu Hause ungeschlagen. Nun steht bei den Fürtherinnen das erste Mal seit Saisonbeginn ein spielfreies Wochenende an und somit bekommen sie die Möglichkeit durchzuschnaufen und die Niederlage zu verdauen. Am 25.11.2018 steht das nächste Spiel gegen den SV Lohhof ll zu Hause in der Julius-Hirsch-Halle um 16:00 Uhr an. Bis dahin hat sich hoffentlich auch der Kader der Fürtherinnen ein wenig erholt.

 

Für den TV Fürth 1860 spielten: Carolin Etzel, Lea Willius, Juliane Doranth, Annika Knebel, Lilli Mürau, Michaela Dutz, Lena Hofmann, Alina Hösch, Katja Holstein