Ein Match - zwei Gewinner!

Am Sonntag ging es für die Damen 1 des TV Fürth 1860 in heimischer Halle gegen den Dresdner SSV. Dresden war am Samstag bereits in Augsburg zu Gast und konnte dort ein klares 3:0 Match erzielen. Vor dem Wochenende belegte Dresden noch den dritten Tabellenplatz und galt daher klar als Favorit. Doch davon wollten sich die Fürther Damen sicherlich nicht irritieren lassen und gingen, trotz ziemlich spontaner Spieltagsfestlegung, hochmotiviert in das Spiel. Leider musste bei dieser Begegnung auf Rike Zeiler (Diagonal) und Alena Zaytseva (Mittelblock) sowie Juliane Doranth (Diagonal) verzichtet werden.

Der Fürther Kader war trotz der Ausfälle nicht knapp bemessen. Celina Saalfeld aus der Damen 2 durfte erstmals in der Dritten Liga als Mittelblockerin unterstützen, weshalb Fürth aus einem Kader mit zwölf Spielern schöpfen konnte. Und dann ging die Partie auch schon los. Doch der erste Satz verlief auf beiden Seiten etwas verhalten. Keiner der beiden Mannschaften schaffte es sich groß abzusetzen. Es fehlte der „Kick“ und der Punktewille. Bei einem Rückstand von 9:12 nahm Dresden die erste Auszeit und schaffte es anschließend sich in Führung zu spielen. Da half auch die Auszeit vom Fürther Trainer Stefan Fürst bei einem Rückstand von 15:18 nichts mehr. Den ersten Satz musste die Heimmannschaft dann leider 20:25 an die Gäste abgeben.

 

Dresden nahm den Satzgewinn als kleinen Aufschwung mit und fand langsam ins Spiel. Wogegen sich die Haihappen extrem schwer taten überhaupt an Punkte zu kommen. Ungenauigkeiten in den Dankebällen, schwache Aufschlagleistungen und kein Druck im Angriff brachte die Heimmannschaft schnell in einen deutlichen Rückstand (6:15). Bei einem Rückstand von 11:18 schien der Satz schon gelaufen zu sein. Doch Stefan Fürst wechselte auf der Mitte Celina Saalfeld ein, welche ganz nervenstark sofort in ihrer Rolle ankam. Ein Punkt im Angriff und eine Aufschlagserie von sechs Punkten verhalf den TV Fürth dazu, den Anschluss an die Gäste wieder zu finden. Die Fürther Haihappen spürten wieder Hoffnung in sich aufkeimen. Die Aufschläge wurden druckvoller und mit einem cleveren Auge konnten die Gäste im Angriff geärgert werden. Schnell stand Dresden auf einmal mit 20:21 hinten. Das ließen sich die Mädels aus Franken dann doch nicht nehmen und konnten den Satz schließlich zu 25:22 für sich entscheiden.

 

Nach den kleinen Anlaufschwierigkeiten im dritten Satz auf Fürther Seite (6:9) konnte sich jedoch wieder herangekämpft werden (13:10). Zwei Aufschlagserien von Maria Dummer und Lisa Wagner in Folge ließ Dresden weit hinten abfallen (14:20). Den Satz ließen sich die Haihappen dann natürlich nicht mehr nehmen und konnten auch diesen mit einem klaren 25:19 für sich entscheiden.

 

2:1 in den Sätzen für die Fürther Damen gegen den drittplatzierten der Tabelle. Das hätte vor dem Spiel und auch im ersten Satz keiner mehr gedacht. Auch die Spielerinnen selber waren durch diese Führung scheinbar etwas perplex. Der vierte Satz verlief dadurch sehr verhalten. Die erste Auszeit nahm Trainer Stefan Fürst und Co-Trainer Florian Schmidtke bei einem Rückstand von 6:8. Doch auch diese sowie etliche Spielerwechsel verhalfen den Fürthern nicht zu den drei erhofften Punkten. Der vierte Satz musste schließlich mit 17:25 an die Gäste abgegeben werden.

 

Neuer Satz neues Ziel – Jetzt ging es darum zwei Punkte zu sichern. Dieses Ziel wollten die Fürther Damen aber scheinbar zu sehr erzwingen, weshalb im fünften Satz einfach gar nichts mehr lief. Reihenweise Annahmefehler brachte das gesamte Team zum wackeln. Beim Rückstand von 0:8 ging es zum Seitenwechsel. Selbst mit diesem Rückstand war noch die Motivation bei den Spielern in den Augen zu sehen. Doch die Annahme bröckelte an allen Stellen und somit kam gar keine Angriffschance zustande. 6:15 mussten die Fürther Ladies den Satz und somit das Spiel – am Ende doch verdienterweise – an den Dresdner SSV abgeben.

 

Es durfte wiedermal nicht sein, dass die Haihappen sich mehr als einen Punkt schnappen konnten. Es wäre eindeutig mehr drin gewesen, vor allem im ersten und letzten Satz. Aber trotz allem dürfen die Fürther Mädels auch über den einen Punkt extrem stolz sein. Den TV Fürth 1860 trennen somit nur noch zwei Punkte vom Tabellennachbarn den TSV Eibelstadt. Nur noch vier Spieltage stehen den Haihappen zur Verfügung um an die wertvollen Punkte zu gelangen. Bereits kommenden Sonntag geht es im Auswärtsspiel gegen die Allgäustrom Volleys Sonthofen. Viele Chancen auf Punkte verbleiben nicht, aber die Mädels versuchen jede ach so kleine Chance zu ergreifen, um in der Liga zu bleiben.

 

MVP aus dem Fürther Team wurde diesmal zum ersten Mal unsere Diagonalspielerin Larissa Muswieck, welche heute mit ihren konstanten Aufschlägen und den kraftvollen Diagonalangriffen überzeugen konnte. Aber auch unserer Gastspielerin Celina Saalfeld darf man ein sehr großes Lob zusprechen, da sie sehr gelassen auf dem Spielfeld ihre Punkte umgesetzt hat und somit den Wendepunkte im Spiel für die Fürther Mädels erbrachte.

 

 

Für den TV Fürth spielten: Celina Saalfeld, Deborah Specht, Maria Dummer, Katja Fritz, Anastasia Iltner, Lisa Wagner, Nele Molocher, Annika Knebel, Larissa Muswieck (MVP), Patricia Humboldt, Laura Reim und Laura Lebender

 

Den TV Fürth 1860 coachten: Stefan Fürst und Florian Schmidtke


Fotograf: Dominik