Wundertüte 2.0

Am Samstag ging die Reise für die Damen 1 des TV Fürth 1860 in die wunderschöne Hauptstadt Sachsens – nach Dresden. Das Spiel gegen den SSV Dresden begann um 16:30 Uhr und verging leider innerhalb 65 Minuten - wieder einmal viel zu schnell.

Motiviert und bei bestem Wetter reisten die Mädels in Dresden an. Leider musste die Mannschaft an diesem Wochenende krankheitsbedingt auf ihre Libera Nele Molocher verzichten. Somit kam die Chance für Sabrina Dissberger in der Dritten Liga annehmen und abwehren zu dürfen viel schneller als geplant. Sie spielt in der Damen 2 und wollte eigentlich nur mitreisen und „dabei sein“ statt „mittendrin“. Auch die Mittelblockerin Maria Dummer stand der Mannschaft nicht zur Verfügung was den Kader auf neun Spielerinnen verkleinerte. Trotzdem ließ sich das Team nicht weiter beirren und versuchte den Fokus im Spiel auf die eigene Leistung zu setzen. Das Ziel war es weiterhin zusammenzuwachsen. „Es fühlte sich besser an als im ersten Spiel“ meinte Friederike Zeiler nach dem Spiel. Diese Meinung vertraten auch die anderen, jedoch war dies leider nur stellenweise im Spiel für die Zuschauer zu erkennen.

 

Der erste Satz startet an sich gut und Fürth lag ganz am Anfang sogar in Führung. Doch dann begann der komplette Annahmeriegel zu wackeln und die Punkte wurden viel zu schnell verschenkt. Zudem ging der Aufschlagdruck verloren und das Loch zu Dresden konnte nicht mehr gestopft werden. Auch die zweite Auszeit vom Trainer Stefan Fürst bei einem Rückstand von 7:15 konnte da nichts mehr retten. Gegen Ende des Satzes fanden die Mädels aus Mittelfranken dann zwar wieder etwas ins Spiel zurück, mussten den Satz aber trotz allem mit einem Punktestand von 18:25 an die Dresdner Mädels abgeben.

Der Beginn des zweiten Satzes wurde komplett verschlafen. Der Angriff konnte keinen Druck aufbauen und die Annahme wackelte leider weiterhin. Verdient konnten die Dresdner Mädels auch den zweiten Satz für sich entscheiden und überließen den Fürther Mädels gerade mal elf Punkte (11:25). 

Im dritten Satz konnten die Mittelfränkinnen  stellenweise wieder etwas gefestigtere Angriffs- und Aufschlagspartien liefern. Jedoch reichte dies auch hier nicht für einen Satzgewinn. Mit einem Punktestand von 16:25 ging auch dieser Satz und damit das Spiel und die drei Punkte leider verdient an den SSV Dresden.

 

Leider fehlte den Mädels auch dieses Wochenende weiterhin die Spielpraxis. Es kam immer wieder zu einigen Abstimmungsproblemen und Unsicherheiten in den Spielzügen. Hier ist noch viel Luft nach oben. Doch die Damen wurden auch dieses Wochenende wieder von einem wundervollen Trainerteam betreut und genossen zudem bis in den späten Sonntag hinein das sächsische Flair in Dresden. Es bleibt also weiterhin im wahrsten Sinne des Wortes eine „Wundertüte“. Wir sind gespannt wann denn endlich der erste Punkt erkämpft werden kann. An diesem Wochenende hat es leider wieder einmal nicht ganz gereicht, aber die Mädels bleiben weiterhin am Ball.

Vielleicht kann bereits im Auswärtsspiel am kommenden Samstag, den 16.10. um 16 Uhr, gegen den DJK Augsburg-Hochzoll die „Wundertüte“ für Überraschung sorgen und sich mindestens mit einem Punkt belohnen – wir sind gespannt.

 

Für den TV Fürth 1860 spielten: Annika Knebel, Alena Zaytseva, Lisa Wagner, Laura Reim, Friederike Zeiler, Deborah Specht, Larissa Muswieck, Sabrina Dissberger und Katja Fritz
Den TV Fürth 1860 coachten: Stefan Fürst (Trainer), Sigried Rosenow (Co-Trainer), Yannick Klement (Scout), Florian Schmidtke (Physio) und Dominik Wesser (Fotograf)