Fürtherinnen verlieren schwieriges Spiel in Haching

Die Mädels aus Fürth waren am Samstag zu Gast in Unterhaching und stellten sich dort den ambitionierten Spielerinnen, die wohl auch als heiße Kandidaten für den Aufstieg gehandelt werden. Pünktlich angereist, bot das Spiel aber schon fast mit die größten Spannungen. Schnee lag auf dem Spielfeld und als zum Einschlagen immer noch keine Schiedsrichter da waren, erfuhren die Mannschaften, dass auch keine Schiedsrichter anreisen werden – da dies ein Nachholspiel war, ging hier etwas in der Schiedsrichterplanung schief. Aber zum Glück befanden sich im Publikum der Hachinger zwei Aushilfsschiedsrichter, die gut durch das Spiel führten.

So ging es mit leichter Verzögerung in den ersten Satz. Schon beim Einschlagen machten die Hausherrinnen klar, welche Klasse sie besaßen und Trainer Stefan Fürst wusste, dass dies ein sehr schwieriges Spiel wird. Vor allem in der Anfangsphase des Satzes verloren die Fürtherinnen schnell den Anschluss. Selbst kam man kaum zum eigenen Punktgewinn, während die Hachingerinnen immer aus eigenem Aufschlag punkteten. Zudem setzte die Zuspielerin der Heimmannschaft ihre Angreiferinnen sehr gut in Szene, welche mit ihrer physischen Überlegenheit auch umzugehen wussten. Dementsprechend deutlich war der erste Satz (14:25). 

Satz zwei bot schon ein paar Ballwechsel mehr und die Haihappen kamen langsam ins Spiel. Aber die Überlegenheit der Gegner war immer noch zu mächtig. Die wirklich großen Angreiferinnen aus Haching konnten einfach nicht durch den Fürther Block kontrolliert werden. Hier muss man anmerken, dass auf Seiten der Sharkbites nur eine Mittelblockerin mit anreisen konnte und Laura Reim hier einen würdigen Ersatz auf der Position gespielt hat. Auch der zweite Satz ging deutlich an die Hachinger (16:25). 

Der dritte Satz sollte jetzt aber ein wenig mehr für die Zuschauer bieten. Zuerst setzte sich Haching leicht ab, wurde aufgrund eines Wechselfehlers aber um einige Punkte zurück gesetzt und Fürth konnte die Verwirrtheit für sich verwenden und eine kleine Führung erspielen. Die Fürtherinnen bissen sich in diesen Satz und kämpften um jeden Punkt. Auch der Spielwitz stieg sichtbar an und die Fürtherinnen bauten ihre Führung bis in die Crunchtime aus, die es zu verteidigen galt, um den Satz heimzubringen. Aber das Heimteam wollte natürlich mit allen Mitteln einen 3-0 Sieg einfahren. Ein Doppelwechsel zum Schluss sollte den Hachingerinnen hierbei helfen. Leider haben auch die Fürtherinnen ein wenig Nerven gezeigt und wichtige Punkte liegen gelassen. 22:25 musste man sich geschlagen geben, konnte aber wirklich mit erhobenen Hauptes aus diesem Satz rausgehen. 

Dass man hier nur um einen Satz spielen konnte ist zwar schade, in Angesicht der Stärken des Heimteams war aber auch wirklich nicht mehr zu holen. 
MVP wurde unsere Lisa, welche ein wirklich gutes Spiel zeigte und einige Meter hinter sich legte, um die Mädels mit guten Pässen zu versorgen. 
Jetzt muss man nochmal alle Kräfte aktivieren, um am kommenden Samstag in Ansbach wichtige Punkte zu holen – ein spannendes Derby ist zu erwarten.

 


Für Fürth spielte: Annika Knebel, Lisa Wagner (MVP), Nele Molocher, Laura Lebender, Deborah Specht, Laura Reim, Katja Fritz, Alena Zaytseva, Larissa Muswieck, Juliane Doranth
Für Fürth coachte: Stefan Fürst, Siggi Rosenow, Florian Schidtke