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Gelungener Saisonabschluss für Ligastarter bei der 70.3 WM in Nizza und dem Ironman Italy

Unsere Teammitglieder Tobi und Benni starten am 08.09 bei der  Weltmeisterschaft über die 70.3 Distanz in Nizza. Für Tobi stellte die Ironman 70.3 WM nicht nur das Saisonhighlight dar, sondern auch da letzte Rennen der langen Triathlon Saison 18/19. Für Benni diente das Rennen an der Cote d‘ Azur als letzter Härtetest für sein persönliches Highlight dem Ironman Italien 2 Wochen später.

5 Tage vor dem Rennen in Nizza machte sich die Delegation aus Fürth auf die lange Reise an französische Rivera. Auch Chris wollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen und reiste als Supporter mit nach Frankreich. Nachdem die Triathleten aus aller Welt die Stadt in den Tagen vor den Rennen die Stadt so langsam übernommen hatten, gipfelte die Anspannung am Rennwochenende.

Die Frauen gingen bereits am Samstag in einen eigenen Wettkampf an den Start, für unsere Jungs wurde es am Sonntagmorgen dann ernst. Bereits an den Tagen zuvor war klar, dass das Niveau unglaublich hoch sein würde, denn wirklich jeder schien hier Halbprofi zu sein oder zumindest das beste Material zu haben. Spätestens beim Welcome Dinner war klar, dass es sich um ein sehr besonderes Rennen handeln würde. Zusammen mit 6000 Athleten und deren Anhänger wurden in einer Art Flugzeughanger die Speicher mit Pasta und Baguette aufgefüllt. Eine besondere Atmosphäre.

 

Am Rennmorgen erwarteten unsere Athleten ein Schwimmen ohne Neopren im glasklaren Wasser in der Bucht von Nizza. Nach 28:19min stieg Benni aus dem Wasser und konnte einmal mehr seine großen Fortschritte in der ersten Disziplin unter Beweis stellen. Da sein Saisonhighlight erst 2 Wochen nach der 70.3 WM über die Langstrecke in Italien folgen sollte, nutzte er das Rennen als letzte lange Trainingseinheit und ließ es dementsprechend auf dem Rad und beim Laufen etwas ruhiger angehen.Bei Tobi war die Anspannung jedoch nicht zu übersehen. Seit der Qualifikation im März war die gesamte Saison auf die WM ausgelegt. Leider erwischte er trotz der guten Trainingsergebnisse im Vorfeld ein eher schlechtes Schwimmen und konnte erst nach 32:53 auf das Fahrrad wechseln.

 

Nachdem die Radstecke die ersten 10km flach an der berühmten Promenade des Anglais am Meer entlangführte, ging es danach über steile kurze Anstiege hoch in die umliegenden Seealpen, bevor mit dem Col de Vence der härteste Teil der Strecke begann. Hier machte sich das spezielle Training und das Teamtrainingslager in Südtirol bezahlt. Tobi fand gute Radbeine und konnte den 10km langen Anstieg genau nach Pacingvorgabe hochdrücken und langsam Plätze in Alterklasse gut machen. Auf der langen Abfahrt zurück nach Nizza galt es dann das Risiko zu minimieren, aber dennoch nicht zu viel Zeit zu verlieren. Leider war die Strecke auf diesem Teil durch zuvor gestartete Startgruppen sehr überfüllt. So ging Tobi kein unnötiges Risiko ein und schonte die Beine für den abschließenden Halbmarathon.Nach 1200hm und 91km auf dem Tacho ging es mit einer Radzeit von 2:54h auf zum Laufen.

 

Der Plan ging bis km 15 gut auf. Tobi hielt stabil den Schnitt unter der magischen Pace von 4 min/km. Nach einer Stunde im Laufen wurden die Beine jedoch immer schwerer und die Geschwindigkeit wurde auf den letzten Kilometern etwas langsamer. Mit einem Halbmarathon von 1:26:15 konnte er aber dennoch die lang ersehnte Bestzeit für die dritte Teildisziplin einfahren. Nach 05:02h kam Tobi glücklich als 179er in der Ak25-29 in Ziel. Für Benni lief derweil alles nach Plan. Er konnte die WM-Stimmung voll und ganz genießen und kam genau in Vorgabe nach 05:04h ins Ziel. (249. Ak30-34)
Auch wenn unseren Athleten deutlich aufgezeigt wurde, wie hoch das Niveau in der Weltspitze ist, war es ein einmaliges Erlebnis und es kann erhobenen Hauptes und stolz auf die abgelieferten Leistungen auf die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft zurück geblickt werden.

 

Mit überqueren der Ziellinie begann für Tobi auch gleichzeitig die Off-Season. So wurde sich nach dem Rennen noch einige Tage in Nizza gut erholt und die Trainingsfreie Zeit genossen, bevor es dann von Frankreich mit Zwischenstopp in der Toskana zum Ironman nach Cervia/Italien ging. Hier bestritt dann Benni sein letztes Rennen der Saison über die Ironman-Distanz und konnte sich über Support von Tobi und Chris freuen. Für Benni ging der Plan mit Nizza als Vorbereitung 100% auf. So konnte er in einer Fabelzeit von 08:59:30 die 3.8km Schwimmen, 180km Rad und 42km Laufen bewältigen und sich somit auch den Traum vom Sub 9 Finish erfüllen.

 

Schon nach dem Schwimmen war klar, dass es Benni heute wissen wollte. Nach nur 52:58min konnte er den Neopreonanzug schon wieder ausziehen. Eine solche Leistung hatte Tobi und Chris ihrem Teamkollegen im Vorfeld nicht zugetraut. Um so größer war dann aber die Anfeuerung ihren Teamkollegen auf die 180km zu schicken.

 

Hier tat sich Benni jedoch schwer in einen Rhythmus zu finden und die angestrebten Wattwerte zu halten. Durch seine bis ins letzte Detail optimierte aerodynamische Position konnte er aber dennoch eine Zeit von unter 5h auf dem flachen aber windanfälligem Kurs erreichen. Mit einem 36,7 km/h Schnitt stellte er sein Rad nach 4:53h wieder in der Wechselzone ab.

 

Der Lauf war dann ein einziges Rennen gegen die Uhr. Mit einem Marathon von 03:04:59 zählte am Ende jede Sekunde. Letzten Endes sicherte er sich sogar noch den 8ten Platz in der Altersklasse und kam als insgesamt 48er ins Ziel. Auch wenn dies bedeutet, dass er einen der begehrten Kona Slots diesmal nicht bekommen würde, überwog im Ziel die Freude über die vollbrachte Leistung.

 

Den I-Punktauf die Saison 2019 setzte Chris dann noch am Sonntag bei der Olympischen Distanz, die im Rahmen des Ironman Italien ebenfalls ausgetragen wurde. Nachdem er seine beiden Teamkollegen 2 Wochen lang bei ihren Saisonhighlights begleitet und angefeuert hatte, krönte er seine Saison mit dem Sieg in der Ak 18-24 beim 5i50 Cervia (Olympische Distanz). Für 1500m Schwimmen benötigte er lediglich 20:09. Über die 40km lange Radstrecke flog er in 59:03min und auch beim Laufen konnte er große Fortschritte verzeichnen und legte die abschließenden 11km in 48:06min zurück.

 

Damit hat jetzt auch unsere letztes Teammitglied die Saison 2019 erfolgreich beendet. Nach 3 Wochen Triathlon Zirkus ging es für Tobi, Benni und Chris mit vielen unvergesslichen Erinnerungen zurück in die fränkische Heimat. Aber die Planungen für die neue Saison laufen schon. Die erste Bayernliga-Saison für unser Team steht an und die Ironman 70.3 WM würde 2020 in Neuseeland stattfinden. In den Köpfen rattert es bereits wieder …
Vorerst heißt es jedoch die Saisonpause zu genießen und wo geht das nicht besser als auf der Fürther Kirchweih.


In diesem Sinne Ohana!