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beim TV Fürth 1860 e.V.

Saisonauftakt beim Ironman 70.3 Oman

Benjamin Weigel und Tobias Braun vom TV Fürth 1860 starteten als Auftaktrennen beim Ironman 70.3 Oman. Bei sommerlichen Temperaturen gelang beiden auf Anhieb die Qualifikation für die Ironman 0.3 Weltmeisterschaft in Nizza:

  • Benjamin Weigel 4:26:13, Platz 11 Gesamt Wertung, Platz 4 Altersklasse
  • Tobias Braun 4:35:41, Platz 27 Gesamt Wertung, Sieg in der Altersklasse

Glückwunsch an dieser Stelle zu dem tollen Saisonauftakt.

Schon im Herbst hatten beide das Hirngespinst früh im Jahr einen außergewöhnlichen Wettkampf zu machen, damit die Motivation fürs Training in den Wintermonaten hoch blieb und im Anschluss noch etwas Urlaub gemacht werden konnte. Nach langem studieren des Ironman Kalenders fiel die Wahl schlussendlich auf die Erstaustragung des Ironman 70.3 Oman im fernen Mascat.

4 Tage vor dem Wettkampf flogen beide über Dubai in den Oman. Dort erwartete sommerliches Wetter und ein wunderschönes Wettkampfgelände direkt am Meer in einem Parkgelände am Rande Muscats. Schon bei der Wettkampfbesprechung wurde klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Wettkampf handelt. Der Oman wollte ganz offensichtlich zeigen was er kann. So fand die Wettkampfbesprechung unter freiem Nachthimmel auf traditionellen Sitzkissen und Kniehohen Tischen vor einer großen Leinwand und dem Zieleinlauf statt. Dabei gab es ein riesiges Catering von einem benachbarten Luxushotel. Quasi perfekte Bedingungen um die Speicher aufzufüllen und in Wettkampfstimmung zu kommen. Nachdem kein Profifeld gemeldet war, sollte die Altersklassen-Athleten den Sieg unter sich ausgemachen.

Am Freitag den 01.03 fiel der Startschuss um 6:30 im Sonnenaufgang am Strand von Maskat. Benni konnte mit einer herausragenden Schwimmleistung direkt den Kontakt zur Spitze halten. Tobis hatte dagegen durch einen unangenehmen Wellengang mit Orientierungs-Problemen zu kämpfen. Nachdem ein Franzose direkt die Flucht in der Ferne suchte hielt sich Benni wacker an der Spitze des Verfolgerfeldes und legte die 90km in kurbelzerberstenden 2:16h zurück und kam auf Platz 4! in die Wechselzone. Auch bei Tobi rollte es auf dem Rad richtig gut und er konnte auf feinstem omanischen Asphalt einen 36,3 Schnitt fahren. Allein für die Radstrecke hat sich die Reise schon gelohnt. Diese führte die ganzen 90km auf einer gesperrten 4 spurigen Autobahn vorbei an den Wahrzeichen der Stadt und durch das Hinterland von Maskat. Einfach unvorstellbar sowas in Deutschland zu machen.

Der Showdown fiel letzten Endes beim Laufen an der Strandpromenade. Bei Sonnenschein und knappen 30°C sollte die Verpflegung und Kühlung eine entscheidende Rolle spielen. Benni musste dem schnellen Radfahren Tribut zollen und musste die Führungsgruppe leider ziehen lassen. Tobi konnte dagegen seine gute Laufform bestätigen und mit einer 1:30h auf 21km das Feld von hinten noch einmal ordentlich aufmischen. Bei km 17 konnte er den Führenden seiner Altersklasse 25-30 einholen und baute die Führung bis ins Ziel noch auf Rund 2min aus. Benni verteidigte tapfer seine Top 10 Platzierung und lief als 10er gesamt ins Ziel. Mehr als zufrieden freuten sich beide über ihre neunen persönlichen Bestzeiten auf der Mitteldistanz. Doch dem war nicht genug. Da sie während des Wettkampfes nur wenige Informationen zu unseren aktuellen Platzierungen hatten, war die Freude umso größer als sie letzten Endes am Handy ihre Platzierungen vor Augen hatten. Platz 1 in der AK bedeutet für Tobi die direkte Qualifizierung für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza !!!

Im Vorfeld hatte man mit dieser Vorstellung durchaus geliebäugelt, aber dass das wirklich so eintritt hätten sie sich  nicht erträumen lassen. Benni musste noch bis zur Slotvergabe zittern aber auch für ihn gab es ein Happy Ending. Da der gesamte Sieger, der ebenfalls in seiner Ak startete, seinen Slot für die Wm nicht annahm, erhielt auch er seinen Slot für Nizza. Mehr als glücklich liesen beide den Wettkampfabend bei der Siegerehrung und wiederum feinstem Buffet ausklingen, dabei überreichte der Sohn des Sultans persönlich die Pokale. Die Tage nach dem Wettkampf wurden noch genutzt um etwas Urlaub zu machen und noch etwas vom Land zu sehen. Schwimmen in Oasen im Gebirge, Radfahren und Wandern in der Wüste und bestaunen von beeindruckenden Bauwerken machte den Trip in den Oman unvergesslich.