Mit 1.264 Athleten fanden die Deutschen Meisterschaften der Masters im Volkspark-Stadion von Gotha statt. Das Ziel der Stadt, zum 1250-jährigen Stadtjubiläum mehr Sportler an den Start zu bringen als Jahre seit der Erwähnung Gothas in einer Urkunde Karls des Großen vergangen sind, ist geglückt. Trotz des Aprilwetters an den ersten beiden Tagen gab es viele gute Leistungen und zum Teil spannende Entscheidungen. Mit Ulrich Grönhardt konnte sich auch ein Masters-Athlet des LAC Quelle Fürth einen Titel sichern und damit zur erfreulichen Bilanz der bayerischen Sportler mit 32 Titeln beitragen.
Ulrich Grönhardt ist dieses Jahr als Neuling in die Altersklasse M80 aufgerückt. Für ihn ist das ein Grund, noch einmal ernsthaft ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Dafür hatte sich der Mittelstreckler ein hartes Programm in Gotha vorgenommen. Drei Tage mit drei Wettkämpfen sind nicht ohne. Der erste Wettkampf waren die 1500 Meter in einem gemischten Lauf der Altersklassen M75 bis M85. Grönhardt wurde hinter Uwe Schmalstieg vom TuS Zetel Zweiter. „Ich habe gar nicht registriert, dass er in meiner Altersklasse ist“, ärgerte sich Grönhardt über die Silbermedaille.
Auch sein Versuch am Samstag, über die 400 Meter den Titel zu holen, gelang nicht, da sich der Sprinter Friedhelm Adorf von der LG Rhein-Wied als zu ausdauernd erwies.
Bei den 800 Metern am Sonntag, ebenfalls ein gemischter Lauf der Altersklassen M75 bis M85, überließ Grönhardt dann nichts mehr dem Zufall. Er sah sich genau an, wer in seiner Altersklasse am Start war. Und er drückte aufs Tempo. Nach 3:06,93 Minuten erreichte er das Ziel als Dritter hinter zwei Läufern der M75 und sicherte sich damit den Titel in der M80.
Text & Foto: Kiefner